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Leibniz-Gemeinschaft

Untersuchungen zu Eiswolken - Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e.V.
Untersuchungen zu Eiswolken - Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e.V.  © Tilo Arnhold / TROPOS

Die Leibniz-Gemeinschaft  verbindet derzeit 93 selbstständige Forschungseinrichtungen, deren  Forschungsspektrum von Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften reicht.

Leibniz-Einrichtungen sind über gemeinsame Berufungen, Kooperationen und eine wachsende Anzahl von Leibniz-WissenschaftsCampi eng mit Hochschulen verbunden; sie kooperieren mit anderen Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen im In- und Ausland. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam.

Die insgesamt acht sächsischen Institute und zwei Außenstellen der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz sind wegen ihrer Größe, ihrer Struktur und ihrer inhaltlichen Ausrichtung für den Freistaat Sachsen von überragender Bedeutung. Sie prägen die Forschungslandschaft im Raum Dresden und Leipzig insbesondere durch ihr Potenzial zur Material- und Umweltforschung entscheidend mit. Durch die Verknüpfung von Grundlagenforschung und angewandter Forschung sind sie als Partner der Hochschulen und der innovativen Unternehmen gleichermaßen von Bedeutung.

Zum 1. Januar 2017 wurde das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) in die Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen; zum 1. Januar 2018 folgte das Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur - Simon-Dubnow (DI) Damit sind zwei bislang als Landesforschungseinrichtungen geförderte geisteswissenschaftliche Institute nun ebenfalls Mitglieder dieser Wissenschaftsorganisation.

Die Naturhistorischen Sammlungen Dresden und das Görlitzer Naturkundemuseum gehören als Außenstellen der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (mit Sitz in Frankfurt/Main) ebenfalls zur Leibniz-Gemeinschaft.

 

Das IFW betreibt moderne Werkstoffwissenschaft auf naturwissenschaftlicher Grundlage und spannt dabei einen Bogen vom Erkenntnisfortschritt auf den Gebieten Physik und Chemie bis zur technologischen Vorbereitung neuer Materialien und Produkte. Im Mittelpunkt des Forschungsprogramms stehen Funktionswerkstoffe, die eine Schlüsselposition in vielen Einsatzfeldern ein­nehmen: Supraleiter, Magnetwerkstoffe, Schichtsysteme und Nanostrukturen, kristalline und amorphe Materialien. Gemeinsam ist diesen Materialien, dass sie auf besonderen physikalischen Effekten beruhen, wie zum Beispiel Magnetismus und Supralei­tung, oder dass sie als neu entdeckte Verbindungen besondere Eigenschaften versprechen, wie zum Beispiel metallische Gläser oder Kohlenstoff-Nanoröhren.

Webseite: Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden (IFW)

Das Institut hat die Aufgabe, Geschichte und Kultur des östlichen Europa vom Frühmittelalter bis zur Gegenwart zu erforschen. Die Forschung bezieht sich dabei grundsätzlich auf den Raum zwischen Ostsee, Schwarzem Meer und Adria unter Berücksichtigung seiner Wechselbeziehungen mit den Nachbarregionen sowie auch mit anderen Weltregionen. Mit seiner Forschung trägt das GWZO auch zum tieferen Verständnis der aktuellen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen in den Staaten, Gesellschaften und Kulturen Ostmitteleuropas bei. Hierzu gehört auch die Vermittlung von Hintergrundwissen an Politik und Öffentlichkeit sowie die Beteiligung an international renommierten Ausstellungen.

Webseite: Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO)

Das Dubnow-Institut hat die Aufgabe, die jüdischen Lebenswelten in Mittel- und Osteuropa in ihren Wechselbeziehungen mit der nichtjüdischen Umwelt vom Mittelalter bis in die Gegenwart hinein zu erforschen und sie in der Lehre zu vertreten. Die Forschungsarbeit ist auf eine gesamteuropäische Perspektive ausgerichtet und schließt die Räume der jüdischen Emigration, insbesondere Israel und Amerika, mit ein. Die Ergebnisse der Forschungen sollen in wissenschaftlichen Publikationen wie in Angeboten der Fort- und Weiterbildung der Öffentlichkeit dargeboten werden.

Webseite: Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow (DI)

Die Forschung am Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) beschäftigt sich mit räumlichen Strukturen und aktuellen raumwirksamen Entwicklungen in Europa sowie mit den theoretischen und historischen Grundlagen der Regionalen Geographie. Es analysiert aktuelle Prozesse insbesondere im mittleren und östlichen Europa.  Das IfL will damit einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der räumlichen Organisation und Entwicklung von Gesellschaft in Europa leisten und eine transdisziplinäre Plattform für die Weiterentwicklung des wissenschaftlichen Diskurses zu Raum und Räumlichkeit in den Geistes- und Sozialwissenschaften bieten.  Mit der Geographischen Zentralbibliothek und dem Archiv für Geographie besitzt das IfL zwei leistungsfähige Serviceeinrichtungen für die Forschung. Beide Einrichtungen sind für die Öffentlichkeit zugänglich.

Webseite: Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL)

Das Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung (IOM) befasst sich mit anwendungsorientierter Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Wechselwirkung von Strahlung mit Materie. Dazu werden Ionen, Elektronen, Photonen und Plasmen genutzt, um verschiedene Werkstoffoberflächen und dünne Schichten applikationsspezifisch zu modifizieren. Der nachhaltige Transfer von Verfahren und Produkten in wirtschaftsrelevanten und zukunftsweisenden Technologiefeldern ist ebenfalls Aufgabe der Forschungs- und Entwicklungsarbeit.

Webseite: Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung (IOM)

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) erarbeitet wissenschaftliche Grundlagen für die dauerhaft umweltgerechte Entwicklung von Städten und Regionen im nationalen und internationalen Zusammenhang. Es erforscht, wie Städte und Regionen mit vertretbarem Aufwand so weiterentwickelt werden können, dass sie dem Menschen eine möglichst hohe Umwelt- und Lebensqualität und der Natur vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten bieten, ressourceneffizient sind und eine adäquate Vorsorge gegenüber Umweltrisiken gewährleisten. Die globalen und regionalen Herausforderungen durch Klima- und demografischen Wandel finden dabei besondere Beachtung. Auf der Grundlage seiner Forschung berät das IÖR Politik und Gesellschaft.

Webseite: Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR)

Das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden (IPF) erforscht neue polymere Funktionsmaterialien und Werkstoffe, die unverzichtbar sind für Innovationen u.a. für Medizin, Kommunikationstechnik, Datenspeicherung und -verarbeitung, Mobilität, Energieeffizienz sowie Energiegewinnung und -speicherung. Enge Kooperationen von Natur- und Ingenieurwissenschaftlern gewährleisteneine ganzheitliche materialwissenschaftliche Forschung, die schwerpunktmäßig Materialfragestellung aus der realen Anwendung aufgreift.

Webseite: Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden (IPF)

Das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung hat ein weltweit einzigartiges Forschungsprofil, in dessen Mittelpunkt Aerosole, also kleinste luftgetragene Partikel und Wolken, stehen. Das  Forschungsinteresse  an  diesen  hochdispersen  Systemen richtet sich auf deren Beeinflussung durch menschliche Aktivitäten und auf grundsätzliche physikalische und chemische Mechanismen zur Partikelbildung. Das TROPOS führt weltweite Feldstudien in belasteten Regionen durch und entwickelt eigene analytische Verfahren zur Untersuchung von Aerosolen und Wolken. Ebenso widmet es sich der Formulierung und Anwendung numerischer Modelle zur Prozessbeschreibung der Bildung, Umwandlung und Wirkung troposphärischer Mehrphasensysteme.

Webseite: Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS)

Die Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden mit den Museen für Mineralogie und Geologie sowie für Tierkunde sind weltweit die ältesten naturwissenschaftlichen Museen. Heute profitieren diese Einrichtungen von ihrem ungeheuren Sammlungsbestand und von modernster technischer Ausstattung, die erstklassige geowissenschaftliche sowie zoologische Spitzenforschungen erlaubt. Die SNSD präsentieren ihre Forschungsergebnisse in regelmäßigen Sonderausstellungen im Japanischen Palais.

Webseite: SENCKENBERG Naturhistorische Sammlungen Dresden (SNSD)

Das SMNG untersuchen die Vielfalt des Lebens auf der Erde, die Wechselwirkungen zwischen den Organismen sowie deren Stellung und Funktion im Ökosystem.  Der Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich Bodenzoologie. Aufgrund einer genauen Kenntnis der Arten, ihrer ökologischen Ansprüche bzw. Funktionen können Aussagen zu den Einflüssen sich verändernder Umweltbedingungen auf die Ökosysteme getroffen werden. Zum Museum gehört eine öffentlich zugängliche Fachbibliothek.

Webseite: Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz (SMNG)

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