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Förderung mit Bundesmitteln

Foto von der Arbeit.
Blick in die Arbeit des CRTD (Zentrum für Regenerative Energien): Ein fasergekoppelter Laser wird justiert. Laser werden in der Fluoreszenzmikroskopie zum Aufspüren einzelner Biomoleküle sowie deren Dynamik in der biologischen Zelle und in synthetischen Bio-Systemen eingesetzt.  © CRTD / BIOTEC

Um die Entwicklungen in wichtigen Forschungsgebieten voranzutreiben, fördert die Bundesregierung im Rahmen ihrer Forschungsprogramme die Basistechnologien, die in vielen Branchen als Wachstumstreiber wirken. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt daher innovative Projekte und Ideen in einem breiten Forschungsspektrum, mit dem Ziel, die Entwicklung neuer Technologien zu unterstützen.

Die sächsischen Hochschulen werben seit Jahren sehr erfolgreich Fördermittel für Forschungsvorhaben ein, unter anderem von Förderorganisationen, Bundes- und Landesministerien, Stiftungen, Unternehmen der Wirtschaft und anderen Institutionen.

Der wichtigste Förderer ist die Deutsche Forschungsgemeinschaft  mit bedeutenden Förderprogrammen auch in Sachsen wie zum Beispiel Forschungscluster (Exzellenzinitiative), Graduiertenschulen (Exzellenzinitiative), Sonderforschungsbereichen, Forschungszentren oder Graduiertenkollegs.

Bundesfinanzierte Forschungseinrichtungen,  die  nicht  zum  Zuständigkeitsbereich des Bundesministerium für Bildung und Forschung gehören, werden als Ressortforschungseinrichtungen bezeichnet. Mit dem Deutschen BiomasseForschungsZentrum  (DBFZ) Leipzig verfügt auch Sachsen über eine Ressortforschungseinrichtung. Das DBFZ ist dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) zugeordnet. Es forscht in den Bereichen Bioenergiesysteme, biochemische Konversion, thermochemische Konversion und Bioraffinerien.

Sonderforschungsbereiche sind langfristig angelegte Forschungseinrichtungen der Hochschulen, in denen Wissenschaftler im Rahmen fächerübergreifender Forschungsprogramme zusammenarbeiten. Die Hochschulen stellen eine angemessene Grundausstattung zur Verfügung. Sonderforschungsbereiche ermöglichen die Bearbeitung anspruchsvoller, aufwendiger und langfristig konzipierter Forschungsvorhaben durch Konzentration und Koordination der in einer Hochschule vorhandenen Kräfte. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses gehört zu ihren besonderen Aufgaben ebenso wie die Pflege internationaler wissenschaftlicher Beziehungen. Sonderforschungsbereiche können unter der Voraussetzung der Schwerpunktbildung in einer Hochschule auch Projekte aus benachbarten Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie die Zusammenarbeit mit Industrie und Wirtschaft einbeziehen. Sie werden für die Dauer von bis zu zwölf Jahren eingerichtet.

Schwerpunktprogramme werden eingerichtet, wenn eine koordinierte Förderung eines bestimmten Fachgebietes einen hohen wissenschaftlichen Gewinn verspricht. In Schwerpunktprogrammen arbeiten die Forschenden überregional zusammen. Die Förderdauer von Schwerpunktprogrammen beträgt im Allgemeinen sechs Jahre.

Durch die DFG-Forschungszentren soll die wissenschaftliche Kompetenz einer Hochschule auf besonders innovativen Forschungsgebieten gebündelt werden. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der strategischen und thematischen Planung einer Hochschule und sollen entscheidend zu einer Profilschärfung und Prioritätensetzung beitragen. Sie sollen es den Hochschulen ermöglichen, zeitlich befristete Forschungsschwerpunkte mit internationaler Sichtbarkeit herauszubilden. Die Forschungszentren zeichnen sich auch durch ein sehr hohes Maß an Interdisziplinarität, Internationalität und Vernetzung aus. Die Förderung eines Forschungszentrums durch die DFG umfasst einen Zeitraum von bis zu 12 Jahren.

Forschergruppen sind ein mittelfristiger Zusammenschluss mehrerer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zur Bearbeitung eines besonderen Forschungsthemas. Die Förderung durch die DFG ist meist auf sechs Jahre angelegt. Die Forschergruppen tragen häufig dazu bei, neue Arbeitsrichtungen an den Hochschulen zu etablieren. In den klinischen Forschergruppen steht die Bearbeitung von Projekten aus der krankheits- oder patientenorientierten klinischen Forschung im Mittelpunkt. Kolleg-Forschergruppen sind besonders auf den Bereich Geistes- und Sozialwissenschaften ausgerichtet.

Graduiertenkollegs sind langfristige, aber nicht auf Dauer angelegte Einrichtungen der Hochschulen zur Förderung des graduierten wissenschaftlichen Nachwuchses (Doktoranden) durch Beteiligung an der Forschung. Doktoranden sollen in Graduiertenkollegs die Gelegenheit finden, im Rahmen eines systematisch angelegten Studienprogramms ihre Promotion vorbereiten zu können und mit ihrer Dissertation in einem umfassenden Forschungszusammenhang zu arbeiten. Graduiertenkollegs dienen insbesondere einer forschungsorientierten Integration von Forschung und Ausbildung und sollen einen Beitrag zur Neuordnung des Studiums leisten. Eine interdisziplinäre Ausrichtung des Forschungs- und Studienprogramms ist erwünscht.

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