EFRE-Forschungsnetzwerke
2024 veröffentlichte das SMWK eine EFRE-Förderbekanntmachung zur Etablierung von Forschungsnetzwerken. Aus einem starken Feld an Bewerbungen konnten sich sieben Teams durchsetzen, die intelligente Spezialisierung und Diversifizierung verbinden und deren Themenfelder durch einen hohen Nachhaltigkeitswert sowie ein herausragendes Innovations- und Zukunftspotenzial geprägt sind.
Ziel der Forschungsnetzwerke ist eine Stärkung des Wissenschaftsstandortes Sachsen durch den Ausbau strategischer Kooperationen über die Grenzen der Fachbereiche und Institutionen hinweg. Ebenso sollen Forschungsergebnisse besser sichtbar gemacht und die Drittmittefähigkeit der Einrichtungen ausgebaut werden.
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Die Projektseiten befinden sich noch im Aufbau. Die Verlinkungen werden fortlaufend aktualisiert.
BiotroNiS - Materialien und Systeme für Bioelektronik: ein Netzwerk in Sachsen
Hauptpartner:
- Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e.V. (IPF)
- Technische Universität Dresden (TUD)
- Zentrum für angewandte Forschung und Technologie e.V. (ZAFT) an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD)
Laufzeit: 2025 - 2027
Zuwendungssumme: 3.200.000 EUR
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Das Ziel von BiotroNiS ist es, eine effektive und synergistische Verzahnung von Forschungsaktivitäten zu Materialien und Systemen für Bioelektronik zu schaffen. Gemeinsam sollen Technologien entwickelt werden, die industriell verwertbar sind und die Grenzen zwischen elektrischer Schaltung und lebenden Organismen überwinden. Der Fokus liegt dabei auf der Digitalisierung von Informationen aus lebenden Geweben ebenso wie auf der Steuerung biologischer Kommunikationsprozesse mit digitalisierten Informationen. Das Netzwerk verbindet Forschungsaktivitäten, die auf organische, bio-responsive elektronische Materialien und Bauelemente für die dynamisch wandelbare und multimodale Interaktion mit lebenden Organismen ausgerichtet sind. Darauf aufbauend soll die Entwicklung sensorischer und aktorischer Biohybrid-Systeme ermöglicht werden, die strukturell und funktionell an biologische Gewebe angepasst sind, optional resorbierbar sind und biologische und elektronische Prozesse technologisch verschmelzen. BiotroNiS bildet die Grundlage für die Entwicklung hochinnovativer medizinischer und biotechnologischer Produkte. Die neuartige bio-interaktive Elektronik ermöglicht disruptive Ansätze für Umwelttechnologien, Lebensmittelproduktion und -überwachung sowie weitere Anwendungsfelder. Neben den wissenschaftlich-technologischen Zielen verfolgt BiotroNiS auch strategische Zielsetzungen. Das Netzwerk schafft eine Plattform für die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Bereiche Materialwissenschaft, Bioelektronik, Informationstechnologie, Lebenswissenschaften und Medizin. Dabei wird gezielt auf die Förderung von Wissens- und Technologietransfer hingearbeitet, beispielsweise durch Kooperationen mit Unternehmen, die gezielte Unterstützung von Ausgründungen und die Entwicklung verwertbarer Produktansätze. Kontakt:
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EKI-Saxony - Energieautarke Kommunikations- & Informationstechnologien aus Sachsen
Hauptpartner:
- Technische Universität Dresden (TUD),
- Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG),
- Kurt-Schwabe-Institut für Mess- und Sensortechnik Meinsberg (KSI)
Laufzeit: 2025 - 2027
Zuwendungssumme: 2.000.000 EUR
EKI-Saxony baut ein Forschungsnetzwerk für energieautarke Kommunikations- und Informationssysteme in Sachsen auf. Ziel ist die Erforschung und Realisierung ultra-energieeffizienter IKT-Systeme, die sich vollständig über kompakte Energieharvesting- und Speichermodule aus Licht, Temperatur oder Bewegung versorgen können.
Im Zentrum steht die Erforschung und Realisierung neuartiger Mikrochips mit extrem niedrigem Energieverbrauch. Dadurch wird es erstmals möglich, Energiequellen und -Speicher ähnlich kompakt wie die Chips selbst auszulegen – mit dem Potenzial, sowohl den Energiebedarf als auch die Systemkosten deutlich zu senken. Die angestrebte Elektronik soll wartungsfrei, drahtlos und für disruptive Innovationen mit gesellschaftlichem, wirtschaftlichem und ökologischem Nutzen ausgelegt sein.
Anwendungsfelder reichen von Medizin, Gebäude- und Energiemanagement über Umweltmonitoring, Smart Farming und Smart City bis hin zu Industrie X.0, Logistik und Arbeitssicherheit. Zudem eröffnet EKI-Saxony neue Perspektiven für Datenerfassung als Grundlage von KI- und Maschine Learning- Anwendungen.
Kontakt:
- Julian Haase - TUD:
julian.haase@tu-dresden.de - Peter Brandl - TUD:
peter.brandl@tu-dresden.de
I2SN - Forschungsnetzwerk »Innovation in Integrierter Sicherheit und Nachhaltigkeit«
Hauptpartner:
- Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FhG FKIE) inkl. Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen (FhG INT)
- Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden (Leibniz IFW)
- Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (FhG IKTS)
Laufzeit: 2025 - 2027
Zuwendungssumme: 3.000.000 EUR
I2SN hat sich zum Ziel gesetzt, einen multidisziplinären Verbund für Forschung, Entwicklung, Transfer und Innovation im Bereich »Integrierte Sicherheit und Nachhaltigkeit« im Freistaat Sachsen zu etablieren. Es wurde konzipiert, um spezifische Anforderungen in den Bereichen äußere, innere und zivile Sicherheit aufzugreifen.
Der Fokus liegt in drei Kompetenzfeldern: Material, Energie sowie Cyber/IT. Vorgesehen ist die Initiierung von Modellprojekten, die sich den Themenbereichen Personen- und Fahrzeugschutz, resiliente Energiesysteme sowie Cybersecurity für Software Defined Defence widmen.
Die Erhöhung der Sichtbarkeit und Zugänglichkeit des Netzwerkes wird durch »Joint I2SN Labs« erreicht, die als Schaufensterprojekte fungieren. Parallel dazu werden öffentlichkeitswirksame Maßnahmen und Austauschformate implementiert.
Das Netzwerk wird von drei Kernpartnern getragen und zielt darauf ab, eine I2SN-Community in Wissenschaft, Wirtschaft, öffentlicher Hand und Zivilgesellschaft zu etablieren.
Kontakt:
- Professor Christoph Igel (Sprecher) – FhG FKIE:
christoph.igel@fkie.fraunhofer.de - Professorin Julia K. Hufenbach (Co-Sprecherin) – IFW:
j.k.hufenbach@ifw-dresden.de - Professor Alexander Michaelis (Co-Sprecher) – FhG IKTS:
alexander.michaelis@ikts.fraunhofer.de - Allgemeine Anfragen zum Projekt: kontakt@i2sn.de
KIMed - KI in der Medizin – Infrastrukturen und Anwendungen
Hauptpartner:
- Universität Leipzig (UL) – Medizinische Fakultät
- Technische Universität Dresden (TUD) – Medizinische Fakultät
- Hochschule Mittweida (HSMW)
Laufzeit: 2025 - 2027
Zuwendungssumme: 3.600.000 EUR
Zentrales Anliegen des sächsischen Netzwerks KIMed ist es, die Akteure datenführender Institutionen, methodische und technische Partner sowie klinisch Forschende zu einem gemeinschaftlichen Verbund zusammenzuführen. Durch diese Vernetzung sollen medizinische Forschungsaktivitäten intensiviert und Synergien bei der Entwicklung und Anwendung von KI-Lösungen genutzt werden.
Ein zentrales Projekt von KIMed ist die Konzeption einer geschützten Infrastruktur (Secure Processing Environment - SPE) zur Verarbeitung medizinischer Daten in Sachsen. Diese soll die Nutzung großer, vernetzter Datensätze unter höchsten Datenschutzstandards gewährleisten und so die Grundlage für die Entwicklung moderner KI-Anwendungen in einer sicheren Struktur schaffen.
Die Partner arbeiten dabei gemeinsam an den technischen, rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen für einen sächsischen Medical Data Space. Der Datenraum ermöglicht den Austausch zu aktuellen medizinischen Fragestellungen mit sächsischer Expertise, die Nutzung vorhandener Daten, die Entwicklung neuer Methoden zur Datenauswertung, die DSGVO-konforme Speicherung und Verarbeitung personenbezogener Daten sowie die Überführung von Entwicklungen in die Praxis.
Die zentralen Ziele des Projekts sind der Aufbau eines nachhaltigen Netzwerks, die Entwicklung einer geschützten Forschungs- und Anwendungsumgebung, der Aufbau eines zentralen Datenportals, die Erprobung kooperativer Demonstratoren und die Bereitstellung von Schulungs- und Beratungsangeboten. Diese Maßnahmen stärken die Zukunftsfelder Gesundheit und Digitales und sind sowohl national als auch international relevant.
Kontakt:
- Sara Volc – UL:
sara.volc@uni-leipzig.de
info@kimed-netzwerk.de
SAXFUSION - Sächsisches Netzwerk fusionsrelevante Forschung
Hauptpartner:
- Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR)
- Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS)
Laufzeit: 2025 - 2027
Zuwendungssumme: 2.400.000 EUR
SAXFUSION hat sich zum Ziel gesetzt, die Kernfusion als saubere, sichere und grundlastfähige Energiequelle in eine zukunftsfähige, CO2-arme Energiestrategie zu integrieren. In Sachsen soll ein Kompetenznetzwerk etabliert werden, das sich durch eine sichtbare Ausrichtung nach außen, internationale Kooperationen, einen engen Austausch mit der Industrie und Start-ups sowie die Bündelung bestehender Forschungsexpertise auszeichnet. Ziel ist es, einen nachhaltigen Impuls für Fusionsforschung und -entwicklung zu setzen.
Im Fokus stehen die Identifikation, Vernetzung und Erweiterung der in Sachsen vorhandenen wissenschaftlichen und technologischen Kompetenzen, sowie der strategische Ausbau von Kooperationen mit nationalen und internationalen Partnern. SAXFUSION koordiniert Forschungs- und Technologieprojekte, die für die Kernfusion relevant sind, entwickelt eine langfristige Forschungs- und Entwicklungsstrategie, fördert den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, begleitet den öffentlichen Diskurs und schafft neue Marktpotenziale für sächsische Unternehmen und Start-ups. Damit versteht sich SAXFUSION ausdrücklich auch als Partner und Unterstützer für Unternehmen, die sich frühzeitig im Zukunftsmarkt Fusionsenergie positionieren und neue Geschäftsfelder erschließen wollen. Darüber hinaus unterstützt das Netzwerk die Ausbildung und Karrierewege für Expertinnen und Experten auf dem Gebiet der Fusion.
Kontakt:
- Claudia Keibler-Willner – HZDR:
c.keibler-willner@hzdr.de - Dr. Michael Bussmann – HZDR:
m.bussmann@hzdr.de - Dr. Jens Möller (Co-Sprecher) – IWS:
jens.moeller@iws.fraunhofer.de - Dipl.-Ing. Anne-Katrin Leopold – IWS:
Annekatrin.leopold@iws.fraunhofer.de
SAX-QT - Sächsisches Forschungsnetzwerk für Quantentechnologien
Hauptpartner:
- Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG)
- Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden (IFW)
- Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS)
Laufzeit: 2025 - 2027
Zuwendungssumme: 3.000.000 EUR
SAX-QT baut ein starkes sächsisches Forschungsnetzwerk für Quantentechnologien auf und bringt wissenschaftliche Einrichtungen, Hochschulen, Exzellenzcluster und Industriepartner gezielt zusammen. Das Netzwerk initiiert strategische, interdisziplinäre Kooperationen, verknüpft Grundlagen- und Anwendungsforschung und schafft damit die Basis für neue Lösungen und Innovationen. Im Mittelpunkt stehen ressourcenschonende, umweltfreundliche und energiesparende Quantenmaterialien und -technologien »Made in Saxony«, deren Weiterentwicklung systematisch vorangetrieben wird.
Durch die Brücke zur Mikroelektronik und Industrie werden Forschungsergebnisse schneller in Anwendungen überführt. Konkret initiiert SAX-QT gemeinsame Pilotprojekte und Kolloquien sowie weitere Vernetzungs- und Transferformate. Parallel stärkt SAX-QT die Nachwuchsförderung (z. B. Doktorandenschule sowie Qualifizierungs- und Outreach-Formate) und etabliert so eine leistungsfähige Quanten-Community in Sachsen mit internationaler Sichtbarkeit. Bestehende Exzellenzcluster sowie DFG-, BMBF- und EU-Verbundvorhaben werden bewusst eingebunden, um Synergien zu nutzen, Sichtbarkeit zu erhöhen und die Drittmittelfähigkeit der Partner zu stärken. SAX-QT ist offen für neue Partner aus Wissenschaft und Industrie.
Kontakt:
- Prof. Dr.-Ing. Jörg Lässig (HSZG):
j.laessig@hszg.de - Dr. Dagmar Voigt (HSZG):
dagmar.voigt@hszg.de
SKR - Smarte KI-basierte Robotik
Hauptpartner:
- Technische Universität Dresden (TUD)
- Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und
- Umformtechnik (IWU)
- Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS (IIS)
- Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTWD)
Laufzeit: 2025 - 2027
Zuwendungssumme: 3.000.000 EUR
Das SKR vereint die fragmentierte Robotik-Forschung in Sachsen zu einem integrierten und kohärenten Verbund. Das Ziel ist dabei, die sächsische Industrie und Wissenschaft langfristig zu stärken und ganzheitliche Lösungen zu entwickeln.
Erforderlich hierfür sind Fähigkeiten wie Kontextwahrnehmung und -Verständnis, Anpassungsfähigkeit, eigenständige Aufgabenplanung und -aufteilung, Systemkombinatorik, Erweiterbarkeit und Teamfähigkeit. Zudem werden moderne Technologien wie KI-Chips, Sensorfusion sowie Methoden aus Computer Vision, Natural Language Processing und maschinellem Lernen eingesetzt. Aufgrund der transdisziplinären Anforderungen müssen zahlreiche Branchen und Forschungsfelder, darunter Software- und Hardwareentwicklung, Mensch-Technik-Interaktion, Kommunikationstechnik, Halbleiter- und Sensortechnologie sowie Ingenieursdisziplinen wie Maschinenbau, Elektrotechnik und Mechatronik, systematisch miteinander vernetzt werden.
Die Partner des Netzwerkes werden ergänzt durch wichtige industrielle Cluster wie Robot Valley Saxony und Silicon Saxony. Ebenso erhält es strategische Unterstützung vom »Robot Institute Germany« des BMBF.
Im Fokus stehen der Aufbau eines gemeinsamen Forschungszentrums, die Entwicklung eines webbasierten Monitoring-Systems zur Koordination der Forschung, Weiterbildungsangebote sowie Maßnahmen zur Vernetzung und zum Wissenstransfer. Ziel ist es, durch eine effektive Zusammenarbeit nachhaltige Innovationen in der smarten KI-basierten Robotik zu fördern und Sachsen als führenden Standort in diesem Bereich zu etablieren.
Kontakt:
- Dipl.-Ing. (FH) Philip Scharf - IWU:
philip.scharf@iwu.fraunhofer.de - Dipl.-Ing. Till Haas - HTWD
till.haas@htw-dresden.de