Forschungsland Sachsen
Vielfältig orientiert und strukturell ausgewogen – die Forschungslandschaft in Sachsen ist mit fünf staatlichen Universitäten, fünf Kunsthochschulen, fünf Fachhochschulen und einer großen Anzahl leistungsfähiger außeruniversitärer Forschungseinrichtungen hervorragend aufgestellt. Wissenschaftler forschen im Freistaat an sechs Einrichtungen der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried-Wilhelm-Leibniz, zwei Helmholtz-Zentren sowie einem Helmholtzinstitut in Freiberg und einem Helmholtz-Partnerstandort in Dresden, 16 Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft, sechs Instituten der Max-Planck-Gesellschaft und an neun landesfinanzierten Forschungseinrichtungen. In der Mikroelektronik, Nanotechnologie, dem Maschinen- und Fahrzeugbau, den Material- und Werkstoffwissenschaften, der Biotechnologie, den Neurowissenschaften, der Medizintechnik und der Umweltforschung kann Sachsen mit international sichtbarer Spitzenforschung aufwarten.
Im Bereich der geisteswissenschaftlichen Forschung verfügt der Freistaat über sieben Forschungseinrichtungen, darunter die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde in Dresden, das Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig, das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismus-Forschung an der Technischen Universität Dresden. Eine besondere Aufgabe hat das Sorbische Institut Bautzen: Die Forscherinnen und Forscher dieses Institutes erkunden die Vergangenheit und Gegenwart der sorbischen Minderheit.
Bereits im Jahr 2008 wurde ein Programm aufgelegt, um den wissenschaftlichen Nachwuchs in Sachsen zu stärken: 120 Millionen Euro stehen bis zum Jahr 2013 aus ESF-Mitteln (Europäischer Sozialfonds) bereit. Damit werden beispielsweise Promotionen, Nachwuchsforschergruppen und Forschungsnetzwerke gefördert (ESF-Programm Hochschule und Forschung). Mit einer eigenen sächsischen Landesexzellenzinitiative unterstützt der Freistaat fünf Forschungscluster an den sächsischen Universitäten mit insgesamt rund 160 Millionen Euro bis zum Jahr 2013 aus Mitteln des EFRE und des Freistaates Sachsen.
Im Exzellenzwettbewerb des Bundes waren die Technische Universität Dresden mit zwei Projekten – einem Exzellenzcluster und einer Graduiertenschule aus dem Bereich der Biowissenschaften – und die Universität Leipzig mit der Graduiertenschule »Leipziger Schule der Naturwissenschaften – Bauen mit Molekülen und Nanoobjekten« erfolgreich.


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