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Collage »Forschungsland Sachsen« (Copyright: TU Chemnitz)
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Forschungspolitik und Forschungsförderung

Bereits im Jahr 2008 hat der Freistaat Sachsen ein Programm aufgelegt, um den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Region zu stärken: 187 Millionen Euro stehen bis zum Jahr 2013 (+ 2 Jahre) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) bereit. Damit werden beispielsweise Promotionen, Nachwuchsforschergruppen und Forschungsnetzwerke gefördert. Mit der Landesexzellenzinitiative unterstützt der Freistaat fünf Forschungscluster an den sächsischen Universitäten mit insgesamt rund 160 Millionen Euro bis zum Jahr  2013 (+ 2 Jahre ) aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Freistaates Sachsen.

Bewilligt wurde der Technischen Universität Chemnitz am 15. Juni 2012 der Exzellenzcluster »Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen« (MERGE – Merge Technologies for Multifunctional Lightweight Structures).

Das Hauptanliegen des Clusters ist die Verschmelzung von großserientauglichen Basistechnologien zur ressourceneffizienten Herstellung von Leichtbaustrukturen hoher Leistungs- und Funktionsdichte. Strukturelemente verschiedener Beschaffenheit wie Metalle, Kunststoffe oder textile Bewehrungen in Kombination mit Sensoren, Aktoren oder Generatoren führen zu vielfältigen Einsatzmöglichkeiten als lasttragende Elemente im Leichtbau. Gleichzeitig soll Material durch Verwendung dieser funktionellen hybriden Leichtbaustrukturen eingespart werden und die Produktion ressourcenschonender erfolgen. Zudem arbeiten Wissenschaftler der TU Dresden am Chemnitzer Cluster MERGE in einzelnen Teilprojekten mit.

Die TU Dresden erhielt gleichzeitig den Titel »Exzellenzuniversität« durch die erfolgreiche Einwerbung von zwei Exzellenzclustern und einer Graduiertenschule. Der erfolgreiche Antrag beinhaltet ebenfalls das Zukunftskonzept »The Synergetic University«,das die TU Dresden zu einer internationalen Spitzenuniversität entwickeln soll. Dazu zählen Strategien zur Gewinnung der besten Köpfe bei Lehrenden und Studierenden, die Bündelung der 14 Fakultäten in fünf Schools mit weitreichenden Kompetenzen und Zuständigkeiten, die Optimierung von Verwaltungs- und Unterstützungsprozessen und schließlich die Weiterentwicklung von DRESDEN-concept als enge Partnerschaft mit außeruniversitären Forschungs- und Kultureinrichtungen.

Die beiden bewilligten Exzellenzcluster der TU Dresden betreiben Spitzenforschung in den Bereichen Elektronik und Regenerative Medizin. Das »Center for Advancing Electronics Dresden« (CfAED) sucht an der Schnittstelle zwischen Mikro-/Nanoelektronik, Materialwissenschaften und Informationstechnik nach neuen Ansätzen in der Halbleitertechnologie. Auch Wissenschaftler der TU Chemnitz arbeiten am Dresdner Cluster CfAED mit. Dresden ist bereits heute der größte Mikroelektronikstandort Europas. Der Cluster ist deshalb von besonderer strategischer Bedeutung für die Region.

Im »Zentrum für Regenerative Therapien« (Center for Regenerative Therapies Dresden – CRTD) wird Forschung zu den regenerativen Fähigkeiten des menschlichen Körpers betrieben. Darauf aufbauend sollen neue Therapiemöglichkeiten in den Bereichen Hämatologie/Immunologie, Diabetes, neurodegenerative Erkrankungen und Knochenregeneration entwickelt werden.

Die Internationale Graduiertenschule für Biomedizin und Bioengineering Dresden (DIGS-BB) hat sich seit 2006 zu einem Leuchtturm unter den internationalen Doktorandenprogrammen in Deutschland entwickelt. Derzeit stehen den jungen Wissenschaftlern drei verschiedene Promotionsprogramme zur Auswahl. Den Promovierenden bieten 91 Arbeitsgruppen von elf Einrichtungen die Möglichkeit, wissenschaftliche Erfahrungen in einem vielfältigen thematischen Spektrum zu sammeln. Mit ihrer thematischen Ausrichtung ergänzt die DIGS-BB den Exzellenzcluster CRTD.

 

HORIZON 2020 – Veranstaltung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (SMWK) zum neuen Forschungsrahmenprogramm der EU

Am 1. Januar 2014 startete das neues Forschungsrahmenprogramm der EU „HORIZON 2020“ mit einem Budget von rund 80 Mrd. EUR. Die Mittelvergabe erfolgt nach Kriterien der Exzellenz im europäischen Wettbewerb.
Am Wettbewerb um die Mitteleinwerbung aus HORIZON 2020 sollen und müssen sich sächsische Forscher – angesichts künftig sinkender EFRE-Mittel – zunehmend beteiligen. Das SMWK organisierte deshalb am 3. März 2014 eine Veranstaltung zu „HORIZON 2020“, auf der Vertreter der Europäischen Kommission Programmteile vorstellten und für Fragen zu Verfügung standen.

Die einzelnen  Präsentationen finden Sie hier zum Download:

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Neue Förderrunde zur industriellen Biotechnologie am 1.12.2014 gestartet

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